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Hans Bader

Impulse, Ideen, Anregungen zur Führung

Auf dieser Seite finden Sie in wechselnder und loser Folge Ideen und Anregungen für Ihren Führungsalltag

 

 

Change Management.... oder das Bild vom Trapez

 

Veränderungen lösen Ängste aus, Verunsicherungen und Widerstand. Veränderungen sind der Gegenpol zu Starre, Stagnation und Tod. Und doch, was ist so schwierig an Veränderungen? Ein Bild von Marilyn Fergueson beschreibt die Situation recht anschaulich:

 

"It's not so much that we're afraid of change,

or so in love with the old ways.

It's that place in between we fear.

It's like being in between trapezes."

 

Da hängen wir also an unserem Trapez und schwingen durch unser Leben, bis wir eines Tages feststellen, dass da vor uns ein weiteres Trapez ist, an dem unser Name steht. Doch wir halten uns fest, obwohl wir schon genau wissen, dass wir dieses Trapez eines Tages loslassen müssen. Die Situation ist schon lange unbefriedigend, wir leiden, und doch, wir wissen wenigstens, was wir haben. Leiden ist eben einfacher als Handeln!

 

Loslassen, um die Hände frei zu bekommen, etwas Neues in (An-) Griff zu bekommen. Es geht um diesen Moment der Entscheidung, sich von Altem, Vertrautem und doch Unbefriedigendem zu trennen und loszulassen.

 

Doch was kommt dann? Es ist dieses Bild von M. Fergueson vom zwischen den Trapezen sein, das diese Situation so treffend beschreibt. Die Unsicherheit aushalten, wo der Flug, die Reise hinführt, die Zweifel und Ängste, das neue Trapez auch wirklich zu fassen zu kriegen. Ob es dann auch wirklich besser wird? Oder ob wir abstürzen und scheitern? Und ob wir nicht gescheiter beim alten geblieben wären?

 

Und wenn wir den Sprung, den freien Flug dann doch geschafft haben? Den Mut aufgebracht haben und das Risiko der Ungewissheit ausgehalten haben? Wenn wir dann zurückschauen auf das alte Trapez, mögen uns Gedanken durch den Kopf gehen, warum wir uns nicht schon früher getraut haben, wie wir das Alte so lang ausgehalten haben und warum wir nicht schon viel früher ....

 

Ich denke, wir sind im Privaten wie im Beruflichen zunehmend herausgefordert zu lernen und zu akzeptieren, dass wir alte Trapeze immer wieder loslassen, Unsicherheiten und Ängste aushalten müssen. Veränderungen sind täglich bereit für uns.

 

Anerkennung ist eine Blume ... die vorwiegend auf Gräbern wächst ( Robert Lembke)

Haben Sie auch schon Nachrufe von verstorbenen Menschen gelesen? Ist Ihnen auch schon aufgefallen, dass da offenbar nur ganz tolle Menschen mit vielen guten Eigenschaften gestorben sind?

"Wenn ich nichts sage, ist es gut." Robert Lembke zielt mit seiner starken Aussage genau auf diesen Punkt. Anerkennung gibt uns Energie, Freude, Lust und Befriedigung und erhält unsere Motivation.

Wofür und wann erhalten Sie selbst Anerkennung? Wann wird bei Ihnen im Betrieb gelobt und etwas wertgeschätzt? Wie wirkt sich das aus? Wann haben Sie zuletzt jemanden gelobt, gewürdigt, geschätzt?

...oder wird das dann alles in den Nachruf eingepackt?